Al Pride

Al Pride Coverbild

Die Musik bleibt eingängig, eigen, versiert und subversiv. Der Inhalt fernab von einem schwarz-weissen Weltbild. Das ökonomische Konzept war miserabel. Die Anzahl Menschen zu gross und das Kollektiv zu heterogen für gutePressefotos. Alles aber keinesfalls Gründe, die bei Al Pride jemals für Zurückhaltung – oder für das «Ok Bye» – gesorgt hätten. «What doesn’t leave is always left behind», behauptet der Chorus von «Leaf». Die Zeile aus dem 2016 erschienenen Song von Al Pride war keinesfalls eine Vorahnung. Aber er passt gerade unglaublich gut in diesen Text. Das Ende dieser Band ist schlussendlich der Entscheid, zufrieden aufzuhören statt irgendwann damit aufzuhören, zufrieden zu sein. Ein sehr emotionaler Entscheid, der sich richtig anfühlt. Und ihm folgt eine abschliessende Tour, die nicht als Letzte geplant war. Doch der Abschluss dieser Geschichte mit Konzerten an Orten, welche der Band viel bedeuten, ist eine ausserordentlich stimmige Angelegenheit. Das 8-köpfige Beinahe-Orchester hinterlässt seine Musik da, wo sie hingehört und wird dabei ein paar letzte Momente schaffen, die bleiben. Von Herzen, ohne Gala und vermutlich mit ein paar Tränen in den Augen. Für das Publikum und die Menschen, die das Projekt mitgetragen haben - vor allem aber für sich selbst.

Es bedeutet uns viel ein Teil der Abschieds-Tour von Al Pride zu sein. Wir freuen uns auf ein Konzert, dass ihnen das Aufhören noch schwieriger machen wird. Mit euch zusammen. Ein letztes Mal!